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ABTEILUNGEN  Handball  C-Jugend männlich
03/11/2018
Knapper Sieg in Dresden
HSV Dresden – SV Koweg Görlitz 26:28 (12:15)

Beim zweiten Dresdner Vertreter in der Sachsenliga, dem HSV, wollten die Koweg C-Junioren am letzten Wochenende unbedingt punkten! Dabei liegt in der altehrwürdigen Sporthalle in der Dresdner Gamigstraße nicht gerade das Lieblingsparkett unserer Jungs. Erst einmal konnte man im Pokalwettbewerb beim HSV gewinnen. Überdies stehen die Neißestädter erheblich unter Druck, nicht nur weil die Sachsen unmittelbarer Tabellennachbar sind, sondern weil vor allem die Altersstruktur eindeutig für die Jungs von der Neiße spricht. Im Dresdner Team stehen neben lediglich 3 Spielern des Jahrganges 2004 hauptsächlich Spieler des Geburtsjahres 2005 und einige „2006er“. Koweg hingegen verfügt mit 9 Spielern des Jahrganges 2004 über ein deutlich erfahreneres Team. Diese Tatsache allein drängte „Blau-Gelb“ in eine gewisse Favoritenrolle. Dieser gerecht zu werden, war jedoch alles andere als leicht!

Die jungen Sachsen zeigten auch schon zu Beginn der Begegnung, dass sie nicht gewollt waren, auch nur einen Punkt an ihre Gäste abzugeben. Während Görlitz immer noch mit der Anfangsnervosität zu kämpfen hatte, legte der HSV gleich mal ordentlich vor. Einläufer von rechts, Einläufer von links und jedes Mal Konfusion in der Koweg-Abwehr. In dieser Phase behielt Keeper Dominik Herbst einen kühlen Kopf und vereitelte einen 7-Meter und 2 „Hundertprozenter“ der Elbestädter. Es dauerte jedoch bis zum 5:2 in der 11. Minute, bis sich seine Vorderleute auf ein ähnliches Niveau schraubten. Nach einem Zwischenspurt erreichte Koweg in der 11. Minute beim Stand von 6:7 erstmals die Führung. Die Gastgeber kamen in dieser Phase nicht mit der Abwehrarbeit unserer Jungs zurecht, welche hier stabil stand, keine Lücken öffnete und den ballführenden Spieler meist stellen konnte. Die resultierenden Ballgewinne wurden in Konterangriffen bzw. in der „2. Welle“ im gegnerischen Kasten untergebracht. Besonders Marvin Tausche tat sich hierbei hervor. Auch Leon Seifert hatte zwischen der 5. und der 15. Minute starke Aktionen. Mit 2 präzisen Pässen in den Rückraum der Prohliser setzte er Jacob Czarnowsky in Szene und in einem starken Auftritt in einer 1 gegen 1 Aktion durch das Deckungszentrum, erzielte er selbst ein Tor. Jedoch vermochte es Koweg nicht, sich in der Folgezeit deutlich abzusetzen. Dresden fand zumeist eine entsprechende Antwort auf die Görlitzer Angriffsleistung. Dem maximalen Vorsprung von 4 Toren erreichten unsere Jungs beim 10:14 in der 23. Minute. In dieser Phase war man den Dresdnern zwar überlegen, der Partie einen eindeutigen Stempel aufzudrücken, vermochte man jedoch nicht auf. Zum Glück verhinderte, quasi in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit, der Pfosten einen 7-Metertreffer für den HSV und Koweg rettete einen 3-Tore Vorsprung mit in die Kabine.

Mit Wiederanpfiff der Begegnung agierte Görlitz mit einer 6:0 Deckung, welche zwar noch etwas holprig, aber Alles in Allem schon ganz gut funktionierte. Lernen müssen unsere Jungs jedoch noch, dass man sich auch bei dieser Deckungsvariante bewegen muss. 6:0 Deckung bedeutet nicht, an der 6- Meterlinie zu kleben, sondern im Verband zu agieren. Und zwar auch wirklich zu agieren und nicht zu reagieren. Unsere Reaktionszeit war häufig leider noch zu lang, so bekamen wir vor allem durch Würfe von den Außenspielern des Gastgebers immer wieder „Einen eingeschenkt“. Auch das Bücken und das couragierte Angreifen auf der Deckungsmitte wurde 3 x bei gegnerischen Hüft-Würfen vernachlässigt. Der überraschte Dominik Herbst hatte dabei jedes Mal das Nachsehen. Glück hatten wir bei Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespannes. Mehrfach wurden Schrittfehler und Doppeldribblings bei uns nicht geahndet. Aber auch drastische Regelverstöße auf Seiten der Dresdner wurden übersehen. Einzig das ausgewogene Verhältnis der Fehlentscheidungen der Damen im rosa Trikot verhinderte, dass eine der beiden Mannschaften übervorteilt wurde.

So kam es wie es kommen musste. Die Dresdner schafften es in der 47. Minute, in Überzahl spielend, auszugleichen (25:25). Spätestens an dieser Stelle war der aufmerksame Beobachter unserer Jungs an das Auswärtsspiel in Werdau erinnert. In Unterzahl (Bruno Neumann saß eine fragwürdige 2-Minuten Strafe ab) schaffte es Koweg jedoch wieder in Führung zu gehen. Nervenstark war es wieder einmal Julien Seidel, der kurz vor Schluss einen 7-Meter zum 26:25 für uns verwandelte (47 Minuten, 42 Sekunden gespielt). Wiederum ein 7-Meter bescherte nach gespielten 47 Minuten und 57 Sekunden den Dresdner Ausgleich. Scheinbar zu aufregend gestaltete sich auch die Schlussphase für das Kampfgericht der Dresdner, welches die gegen Pascal Bräsel verhängte 2-Minutenstrafe einem HSV-Spieler gutschrieb. Nunmehr in 2-facher Unterzahl vertändelte Koweg den Ball im Angriff zu leichtfertig, den fälligen Gegenangriff entschärfte jedoch Dominik Herbst mit einem Hechtsprung im Stil eines Fußballtorwartes (48min, 22sec). Immer noch in 2-facher Unterzahl spielend, setzte dann aber Maurice Kriegel, mit dem wichtigsten Treffer des Spieles, den entscheidenden Stich. Von Links-Halb einlaufend, durchbrach er die „bröselnde“ Abwehr der Gastgeber und verwandelte, nach Pass von Jacob Czarnowsky, aus Nahdistanz (48min, 36sec). Jetzt durfte Bruno wieder auffüllen. Dominik hielt erneut super nach Wurf von rechts außen. Wir können den Ball jedoch nicht kontrollieren. Dresden gibt das Spielgerät, nach Fehlpass, dann aber doch noch einmal an uns ab. Nun ist der Sieg zum Greifen nah. Coach Jan Czarnowsky nimmt seine letzte Auszeit nach 49min und 12 sec. Die von ihm ausgegebene taktische Marschroute für die letzten 48 Sekunden konnte von seinem Team dann nicht eingehalten werden. Statt Görlitz schnell zu einem Fehlwurf zu verleiten, setzten die Dresdner auf eine Manndeckung. Diese verdiente, trotz der numerischen Überlegenheit des HSV, ihren Namen jedoch nicht und Jacob Czarnowsky setzte nach einem Dribbling über das halbe Feld den Schlusspunkt zum 28:26 Auswärtssieg.

Klare Siege sind scheinbar nichts für unsere Jungs!

Koweg spielte mit: Dominik Herbst und Levy Schaarschmidt (beide im Tor), Nick Schreier, Christoph Schwarzer, Jacob Czarnowsky (9 Tore), Leon Seifert (1), Julien Seidel (8), Marvin Tausche (4), Pascal Bräsel (1), Maurice Kriegel (1), Bruno Neumann (4)

  Kalender

 

17/11/2018 - 11:15 Uhr
Handball Sachsenliga Cmnl
Gegner: SG LVB Leipzig
Spielort: Leipzig, Telemannstraße

 

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