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ABTEILUNGEN  Handball  C-Jugend männlich
16/09/2018
Schlechte Chancenverwertung verhindert den Sieg
SV Koweg Görlitz – SC DHfK Leipzig 30:31 (13:11)

Der Umstand, dass die Saison 2018/2019 für die Koweg C-Jungs mit 5 Heimspielen in Folge (!) beginnt, schmeckt den Trainern und Verantwortlichen der Mannschaft nicht unbedingt. Zum einen folgen dann etliche Auswärtsbegegnungen am Stück und zum anderen steht die Mannschaft schon zum Saisonstart mächtig unter Druck. Der Druck wird hierbei weniger vom Trainer aufgebaut, vor der Tabelle sollte die persönliche Entwicklung der Spieler und die Reifung der Mannschaft stehen. Trotzdem wollen Spieler und natürlich auch Übungsleiter vor heimischem Publikum eine gute Figur abgeben.

Das Auftaktprogramm der Neißestädter hat es dabei in sich, schon vor Wochenfrist musste man sich den starken LVB´lern aus Leipzig, leider viel zu hoch, geschlagen geben. Am vergangenen Wochenende kreuzte man die Klingen mit dem SC DHfK Leipzig (Bericht im Anschluss) und nächstes Wochenende gibt der ambitionierte HC Elbflorenz Dresden seine Visitenkarte in Görlitz ab.

Jedoch bange machen gilt nicht! Mit genau dieser Einstellung wollten unsere Jungs ihre letzte Wochenendaufgabe auch angehen. Chancen rechnete man sich gegen die Leipziger schon aus, dass das Match schwer werden würde, war der Mannschaft trotzdem bewusst.

Umso erfreulicher verlief der Start des Spieles. Das Anfangsaufgebot überraschte sicher den einen oder anderen Zuschauer und Spieler, war jedoch das Ergebnis der letzten Trainingswoche, in welcher die Mannschaft in eben dieser Aufstellung den stärksten Eindruck der bisherigen Wochen hinterließ. Die Jungs begannen auch sehr konzentriert und enttäuschten ihren Trainer nicht. Ein 2:0 nach nicht einmal einer gespielten Minute und eine kompakte Abwehr überzeugte in den Anfangsminuten. Jacob Czarnowsky erzielte die ersten beiden Treffer und war auch die gesamte Spielzeit durch seine Gegenspieler nicht zu halten. Mit seiner Startposition auf Rückraum-Mitte machte er bereits in der letzten Saison Bekanntschaft. Jacob verdiente sich in diesem Spiel Bestnoten, nicht nur wegen seiner insgesamt 14 Tore, sondern auch wegen seiner hohen Variabilität. Nach 5 gespielten Minuten griff auch Maurice Kriegel in den Torreigen ein (3:1). Maurice kommt langsam besser in Schwung und passt sich den wesentlich höheren Ansprüchen in der Sachsenliga an. Vornehmlich in der Abwehrarbeit, seine Achillesferse, sieht man Fortschritte. Jedoch hapert es noch am Zusammenspiel mit seinem Linksaußen. Nach 9 Spielminuten durfte dann auch der bereits scharrende Bruno Neumann aufs Parkett und trug sich sofort in die Torschützenliste ein (6:4).

Bis jetzt also nur Lob! Wo lagen nun also unsere Probleme?

1. Leider bringen wir z.Zt. unsere Gegner vor allem durch unsere technischen Fehler ins Spiel. Dabei fallen vor allem immer wieder Fehlpässe aus Bedrängnis auf. Anstatt den „den Ball runter zu nehmen“, überhasten wir und versuchen das Spielgerät irgendwie wieder los zu werden.
2. Wir stellen die gegnerischen Angreifer nicht konsequent genug. In der gefährlichen Zone, zwischen 11 – 8m agieren wir viel zu sorglos und zeigen nicht wer „Herr im Haus“ ist. Dadurch haben es unser Gegner viel zu leicht, entscheidend durchzubrechen.
3. Fehlendes Umsetzen der Trainer-Vorgaben. In der ersten Halbzeit wurde, nicht wie „angeordnet“, der gegnerische Außenspieler bei der Ballannahme gestört. Es wurde, nicht wie „angeordnet“, weit herausgetreten. Somit wurden keine Fehlpässe des Gegners provoziert.

Diese Umstände erlaubten es nicht, uns bis zur Halbzeit entscheidend abzusetzen. Das sollte sich in Abschnitt 2 rächen.

Nach der diesmal etwas heftiger ausgefallenen Pausenansprache, versuchten unsere Jungs die Vorgaben des Trainers endlich umzusetzen. Es gelang auch in Ansätzen! Die Leipziger wurden weit vor der gefährlichen Zone in Zweikämpfe verwickelt. Die daraus resultierenden Freiwürfe stellten, aufgrund der großen Torentfernung, zunächst keine Gefahr dar. Fehlpässe wurden provoziert und die Gäste begannen mit zunehmender Spieldauer, technisch zu wackeln. Leider wurden immer wieder eindeutige Schrittfehler und z.T. auch Doppeldribblings nicht geahndet. Blau Gelb erhielt nicht zu Unrecht die ein oder andere gelbe Karte bzw. 2-Minutenstrafe. Bei den Leipzigern kamen die Unparteiischen allerdings mit lediglich einer einzigen gelben Karte aus! Besonders das Trikot unseres Kreisläufers Bruno Neumann wurde nach dem Seitenwechsel häufig auf seine Reißfestigkeit überprüft. Zeitweilig konnte man auch meinen, dass er einen grünen Rucksack, bestehend aus Leipziger Spielkleidung, trug.

Doch jammern hilft nicht! Die Tatsache, dass die DHfK mit ihren jungen Talenten bereits eine derart tatkräftige und kampfstarke Mannschaft auf das Parkett schickte, versetzte Publikum und auch die Görlitzer Trainer „immer wieder in Entzücken“. Denn das ist es ja, was unseren Sport ausmacht!

Geschlagen haben sich die Koweg Jungs durch die haarsträubende Chancenverwertung jedoch selbst. 10 hochkarätige Torchancen wurden FREISTEHEND, kläglich vergeben, darunter unsere leider einzigen beiden 7-Meter. Eine Bestnote verdiente sich jedoch noch Levy Schaarschmidt, welcher mit so nicht erwarteten Paraden Leipzig zwischenzeitlich den „Nerv raubte“.

Trotzdem hätte die Begegnung mit einem Unentschieden noch versöhnlich enden können. Das wurde jedoch durch einen, zu Unrecht gegebenen, Strafwurf, quasi mit der Schlusssirene, zunichte gemacht. Maurice Dreßler erhielt in dieser Szene außerdem noch eine nicht nachzuvollziehende rote Karte. Den fälligen 7-Meter verwandelte Leipzigs P. Mucke dann jedoch nervenstark.

Mit einer besseren Chancenverwertung hätte unsere Mannschaft diese am Ende enttäuschende Niederlage jedoch selber abwenden können.

Koweg spielte mit: Dominik Herbst und Levy Schaarschmidt (beide im Tor), Nick Schreier, Maximilian Zeller, Christoph Schwarzer, Maurice Dreßler, Jacob Czich (1 Tor), Jacob Czarnowsky (14), Leon Seifert, Julien Seidel (2), Marvin Tausche, Pascal Bräsel (1), Maurice Kriegel (3), Bruno Neumann (9)

  Kalender

 

17/11/2018 - 11:15 Uhr
Handball Sachsenliga Cmnl
Gegner: SG LVB Leipzig
Spielort: Leipzig, Telemannstraße

 

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