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ABTEILUNGEN  Handball  C-Jugend männlich
05/11/2017
Freude über Punktgewinn oder Ärger über Punktverlust
VfL Meißen – SV Koweg Görlitz 35:35 (20:15)

Am Sonntag gab es in der Sachsenliga das Aufeinandertreffen zweier bis dahin, nimmt man die Resultate der bisherigen Begegnungen, auf Augenhöhe spielender Teams. Dabei hatte der VfL Meißen mit einem gewonnenen Spiel mehr die Nase jedoch vorn. Schon hier konnte man ermessen, wie schmerzlich die Heimniederlage der Koweg-Jungs gegen die NSG Oelsnitz/Oberlosa war. Mit dem Ziel, am Saisonende den 4. Tabellenplatz zu belegen, sollte für die Neißestädter an der Elbe möglichst ein Sieg herausspringen. Der Gastgeber erwies sich jedoch in jeder Hinsicht als gleichwertiger, starker Gegner.

Die Begegnung begann aus Sicht der Görlitzer sehr positiv. Mit 4:1 bzw. 5:2 konnten unsere Jungs ohne große Mühe in Führung gehen. Die Treffer resultierten meist aus Konterangriffen. Meißen kam mit der offensiven Deckungsarbeit von Koweg anfänglich nicht zurecht. Wenn man den weiteren Verlauf der Begegnung betrachtet, war dieser lockere Beginn „Gift“ für das Görlitzer Bewusstsein zu sein. Es schien so, als wähnten sich unsere Jungs bereits auf der Siegerstraße. Im Gegensatz die Gastgeber. Sie erkannten die Schwächen der Blau-Gelben in der Abwehr. Vornehmlich nach einem Kreuz im rechten bzw. linken Rückraum setzten die Meißner nun ihre „langen Kerls“ auf den Halbpositionen immer wieder gut in Szene und kamen ein ums andere Mal ungefährdet zu erfolgreichen Abschlüssen. Konventionelle Auswechselungen und eine Auszeit nach 11 Minuten seitens Jan Czarnowsky auf der Trainerbank, diesmal unterstützt von Steffen Neumann, halfen nichts, der VfL zog bis auf 9 Tore davon (17:8, 16. Minute). Erst jetzt schien es selbst den Koweg-Akteuren auf der Platte aufzufallen, dass das Spiel im Debakel endet, wenn man jetzt nicht die Reißleine ziehen würde. Dankenswerter Weise nahmen die VfL-Betreuer in der 17. Minute ihrerseits eine Auszeit, durchaus zur Görlitzer Verwunderung und halfen Koweg dadurch noch einmal zu einer Denkpause. Vielleicht war das der entscheidende Fehler, welcher Meißen den Sieg kostete. Langsam kamen die Blau-Gelben wieder in Tritt, konnten das Ergebnis bis zur Pause noch etwas freundlicher gestalten, aber der große Umschwung blieb noch aus.

Die Ansprachen in der Kabine der Neißestädter gleichen sich von Spiel zu Spiel, die Abwehr wurde kritisiert, die fehlende Laufbereitschaft im Rückwärtsgang, das Fehlen einer druckvollen „2. Welle“ und nicht zuletzt die Quote der technischen Fehler (z.B. 8 Fehlpässe). Jedoch war auch klar, dass der Tiefpunkt des Koweg-Spiels wohl durchschritten sein musste, denn schlechter als in der Zeit zwischen 6. (5:2 Führung) und 16. Minute (17:8 Rückstand) konnte man eigentlich nicht mehr agieren.

Tja und dann passierte das, was selbst die Schiedsrichter beim Gespräch nach der Begegnung nicht mehr für möglich gehalten hatten: Blau-Gelb kam wieder zurück! Nun sah der Trainer, dass die Übungsansätze nicht die falschesten sind. Plötzlich gelang unseren Jungs fast alles. Aber eben nur fast, unsere Jungs leisteten sich sage und schreibe 16 Fehlwürfe, wohlgemerkt nur in Abschnitt 2! Trotzdem konnten sie den 5 Tore Pausenrückstand in ein 33:29 in Minute 45 umkehren. Das war harte Arbeit, zeigt aus welchem Holz unsere C-Jugend geschnitzt ist und rang dem Trainer eine gehörige Portion Respekt vor dieser Leistung ab. Leider aber waren noch 5 Minuten zu spielen! Die nie aufgebenden Meißner nahmen den Kampf wieder an und kamen ihrerseits beeindruckend und vor allem clever und abgezockt wieder ins Spiel zurück. Cleverness und Abgezocktheit fehlt unserem Team allerdings noch. Anders sind die Zeitstrafen, welche wir uns in Minute 48 und 49 einfingen, nicht zu erklären. In doppelter Unterzahl konnte man am Ende froh sein, einen Punkt aus Meißen mitgenommen zu haben. Julius Just hatte trotzdem kurz vor Schluss noch einmal die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen, ein Freiwurf blieb ihm nach seinem unfair gestoppten Wurfversuch allerdings verwehrt. Stattdessen hatte der Gastgeber mit der Schlusssirene die Möglichkeit, seinerseits den Sieg perfekt zu machen. Mit seiner größten Tat im Spiel rettete Keeper Laurenz Valtin seinen Mannen noch das Unentschieden.

Resümierend muss man sagen, dass Görlitz wieder einmal Opfer der eigenen „verschlafenen“ 1. Halbzeit geworden ist. Aber mit insgesamt 23 Fehlwürfen und gezählten 23 technischen bzw. individuellen Fehlern haben wir unseren Gegner besonders stark gemacht.

Koweg spielte mit: Laurenz Valtin und Dominik Herbst (beide im Tor), Maurice Dreßler, Erik Walther, Simon Kiock, Julien Seidel (2 Tore), Jacob Czarnowsky (2), Julius Just (1), Marc Gähler, Richard Ranzinger (12), Nick Schmidt, Bruno Neumann (7), Bjarne Hintz (5), Oskar Rudolph (6)

  Kalender

 

20/01/2018 - 12:30 Uhr
Handball Sachsenliga
Gegner: NSG Gc-Mee-LO
Spielort: Sachsenlandhalle Glauchau

 

28/01/2018 - 10:45 Uhr
Handball Sachsenliga
Gegner: VfL Meißen
Spielort: Rauschwalde

 

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