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ABTEILUNGEN  Handball  C-Jugend männlich
28/10/2017
Überlegen im „Dachsbau“
HSG Freiberg – SV Koweg Görlitz 32:46 (18:19)

Nach zwei Niederlagen in Folge wollten unsere C-Jungs wieder punkten. Als Gegner suchten sie sich keinen Geringeren als die HSG Freiberg aus, welche seit Jahren für vorbildliche Nachwuchsarbeit steht. Ausgezahlt hat sich diese Arbeit im Männerbereich, hier startet man in der Mitteldeutschen Oberliga. Bekannt dürfte das Männerteam nicht zuletzt durch den Wechsel des Görlitzers Patrick Michel sein, der seit dieser Saison das Trikot der Freiberger trägt.

Da die Situation auf den sächsischen Straßen an diesem „Sturmwochenende“ nicht ausrechenbar war, startete man mit einem guten Zeitpuffer in die Bergbau-Stadt. Da man „staufrei“ durchkam, hatten die Neißestädter ausreichend Möglichkeit, sich in der „Fremde“ auf die Begegnung vorzubereiten.

Die HSG selbst startete mit einem Remis gegen Aue, einem deutlichen Sieg gegen Hoyerswerda und zwei deftigen Niederlagen gegen Leipzig/Mölkau und Eilenburg in die Saison. Beide Mannschaften waren also zum Siegen verpflichtet, wollten sie Anschluss an das Spitzendrittel der Tabelle halten bzw. herstellen.

Die „Blau-Gelben“ wurden von ihrem Trainergespann wie immer auf eine offensive Abwehrarbeit und schnelles Spiel nach vorn eingestellt. Jedoch mangelte es, wie in bisher allen Begegnungen, in der ersten Halbzeit an der Umsetzung. Ja, offensiv stand unsere Abwehr, aber sie STAND eben nur und ließ die erforderliche Aggressivität fehlen. So lud man die „Dachse“ immer wieder zu leichten und erfolgreichen Durchbrüchen über unsere Abwehrmitte ein. Daraus resultierten häufig gut getimte Pässe auf den einlaufenden linken Rückraumspieler, welche dann keine Mühe hatte, ein zu netzen. Auch der Freiberger auf der rechten Rückraumseite konnte nach Lust und Laune agieren. Unsere Abwehr machte jedes Mal einen Schritt zurück und öffnete ihm dadurch Räume, um im eins gegen eins bzw. mit Würfen aus dem Rückraum zu überzeugen. Das Angriffsspiel der Görlitzer indes war nicht das schlechteste, in vielen Spielsituationen jedoch zu ungenau. Zusätzlich nahmen sich unsere jungen Wilden Würfe aus, schmeichelhaft gesagt, ungünstigen Positionen, welche z.T. sichere Beute des gegnerischen Keepers wurden und andererseits das Wort „Abschluss“ nicht verdienten. Bei 18 Gegentoren im ersten Abschnitt war die Ursache für den schlechten Start jedoch eindeutig die Abwehr! Ausnehmen wollen die Trainer dabei unsere Torhüter Dominik Herbst und den zum ersten Mal eingesetzten Emil Peklo. Beide mühten sich redlich und hielten, was zu halten war, wurden von ihren Vorderleuten jedoch kaum unterstützt. Selbst zwei starke Paraden der beiden, rüttelten unsere Abwehr nicht auf. Nur mit großer Anstrengung konnte Koweg den 12:9 Rückstand aus der 15. Minute zum Seitenwechsel in eine 18:19 Führung ummünzen.

Die gebesserte Leistung gegen Ende der ersten Halbzeit ließ das „Donnerwetter“ bei der Ansprache der Trainer in der Kabine glimpflich ausfallen. Jan Czarnowsky und Sven Brinkmann brachten ihr Unverständnis gegenüber der unzureichenden Defensive zum Ausdruck. Für die etwas glücklos agierenden Marc Gähler und Simon Kiock rückte Jacob Czarnowsky ins Aufbauzentrum.

Diese Umstellung sollte seine Wirkung nicht verfehlen! Jacob zog die Abwehr wie gefordert weiter nach vorn und ließ seinem Gegenspieler keinen Zentimeter. Beflügelt durch ihn, fanden nun auch endlich die Mannen um Bjarne Hintz, Richard Ranzinger, Julius Just und Oskar Rudolph an seinen Flanken zu einem hervorragenden Rhythmus. Die Freiberger fanden keine Anspielmöglichkeiten mehr und fielen nun immer wieder durch Fehlpässe auf. Diese beeindruckende Spielphase bescherte unseren Team beim Stand von 37:27 erstmals eine 10 Tore-Führung. Auch im Positionsangriff wussten unsere Jungs nunmehr zu überzeugen. Es gelang so gut wie alles. Jacob „zertrümmerte“ immer wieder die Freiberger „Abwehrmauer“ dort, wo sie eigentlich am festesten sein sollte, im Zentrum, setzte seine Nebenleute prima in Szene und war dabei auch selbst erfolgreich. Endlich wurde auch mal wieder unser Kreisläufer Bruno Neumann in das Spiel einbezogen. Bis zu seiner Verletzung 37. Minute war er 3x erfolgreich. Julien Seidel knüpfte an Brunos Leistung nahtlos an und steuerte weitere 2 Treffer vom Kreis zum Ergebnis bei. Über das Tor von Maurice Dreßler, welcher in der Abwehr einen guten Job machte, freuten sich die Trainer besonders. In seinen Spielen davor fehlte ihm beim Abschluss immer etwas das Glück. Sein Tor sollte ihm mehr Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen geben. In den letzten 5 Spielminuten schien es so, als wollten sich alle mit Macht noch einmal in die Torschützenliste eintragen. So wurde die Abwehr wieder etwas vernachlässigt. 14 Gegentore in Abschnitt zwei waren nach dem Geschmack von Jan Czarnowsky und Sven Brinkmann wiederum zu viel.

Am positiven Gesamtresümee änderte sich jedoch nichts mehr. Unsere jungen Aktiven sollten sich gerade diese zweite Halbzeit für die anstehenden Aufgaben vor Augen halten, denn hier setzten sie den Spielgedanken der Trainer nahezu zu 100% um.

Koweg spielte mit: Dominik Herbst und Emil Peklo (beide im Tor), Maurice Dreßler (1 Tor), Eric Walther, Richard Ranzinger (10), Julien Seidel (2), Marc Gähler, Julius Just (5), Jacob Czarnowsky (6), Simon Kiock, Bruno Neumann (3), Bjarne Hintz (10), Oskar Rudolph (9)




  Kalender

 

20/01/2018 - 12:30 Uhr
Handball Sachsenliga
Gegner: NSG Gc-Mee-LO
Spielort: Sachsenlandhalle Glauchau

 

28/01/2018 - 10:45 Uhr
Handball Sachsenliga
Gegner: VfL Meißen
Spielort: Rauschwalde

 

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