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ABTEILUNGEN  Handball  1.Frauenmannschaft
13/11/2017
Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt
Die Koweg-Frauen nehmen dem Spitzenreiter als erstes Team einen Punkt ab, verspielen aber einen großen Vorsprung.

Von Frank Thümmler
Sächsische Zeitung, Ausgabe vom 14.11.2017


Dieses 19:19 gegen den in den ersten sechs Spielen verlustpunktfreien TSV Niederndodeleben werden die Koweg-Frauen lange nicht vergessen. „Das war ein wilder Ritt. Wir und die Zuschauer haben gesehen, wozu diese Mannschaft in der Lage ist, aber dann auch gnadenlos, welche Defizite noch bestehen“, sagte der aufgewühlte Koweg-Trainer Jörg Adam nach dem Spiel. Nachdem die erste Emotion raus war, überwog die Freude über den großen Kampf, den seine Mannschaft dem Spitzenreiter geliefert hatte, und den einen Punkt – trotz einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung.

Die war das Ergebnis einer überragenden ersten Halbzeit, in der das Abwehrkonzept mit einer starken Torfrau Anne Naumann dahinter voll aufging und im Angriff vor allem Paulina Momot gegen die defensiv ausgerichtete Gästeabwehr zur absoluten Hochform auflief. Fast jeder Wurf der Linkshänderin war ein Treffer. Am Ende der ersten Halbzeit standen sieben Feldtore (die Hälfte aller Koweg-Treffer vor der Pause) auf ihrem Konto. Dazu gesellte sich eine starke Wiktoria Blasczcyk, die Tempogegenstöße mutig zu Ende lief und vollendete. Beim 14:7-Halbzeitstand rieben sich alle Beteiligten und auch die Zuschauer verwundert die Augen. „Sicher lag uns dieser Gegner etwas besser als Riesa/Oschatz in der Woche zuvor. Aber was vor allem Paulina und unsere Abwehr geleistet haben, war schon außergewöhnlich.

Als nach der Pause Maren Kühn gar auf 15:8 erhöhte, ahnte niemand in der Halle, dass die Koweg-Frauen in dieser Partie noch einmal an den Rand einer Niederlage geraten würden. In den nächsten 16 Spielminuten gelangen den Gästen aber elf Tore, den Görlitzerinnen dagegen nur zwei – Niederndodeleben führte mit 17:19. Der Spitzenreiter hatte auf eine wesentlich offensivere Deckungsvariante umgestellt – und damit kamen die Görlitzerinnen nicht zurecht. Zwar vergrößerten sich dadurch die Räume im Angriff deutlich, „aber insbesondere unsere jungen Spielerinnen konnten damit nicht viel anfangen“, erklärte Adam nach dem Spiel. Dazu kam, dass gerade von der Linksaußenposition durch Maren Kühn und Leonie Rösel fünf Würfe in Folge ihren Weg ins Tor nicht fanden. Als die Gäste 17:19 führten, schien der Traum von einem Punktgewinn gegen den Favoriten ausgeträumt. „Dass wir nach so einem Spielverlauf noch einmal zurückgekommen sind, macht mich besonders stolz“, sagt Adam. Die Abwehr stand jetzt wasserdicht und ließ in den letzten zwölf Spielminuten keinen Gegentreffer mehr zu, woran auch Romy Klaus, die jetzt das Tor hütete, großen Anteil hatte. In der 52. Minute sorgte Klara Klegrova für den Anschlusstreffer. Danach fiel auf beiden Seiten fast sieben Minuten lang kein Tor, bis Jelena Bader den Ausgleich schaffte. Dass die Schiedsrichter bei einem weiteren Angriff durchaus umstritten auf einen Schrittfehler Baders entschieden, verhinderte womöglich sogar den Sieg. Als aber die Gäste ihren letzten Wurf neben das Tor gesetzt hatten, war das Unentschieden besiegelt. Jetzt folgen für die Koweg-Frauen in diesem Jahr noch zwei Spiele gegen die beiden noch punktlosen Tabellenletzten – am Sonnabend beim Aufsteiger Radeberg und am 26. November zu Hause gegen die Rödertaler Zweitliga-Reserve.

Koweg: Naumann, Klaus – Girbig, Wrzal (1), Momot (7), Fursewicz (2), Grätz, Rihova, Rösel, Podsiadko, Bader (2), Blasczcyk (2), Klegrova (2), Kühn (3/2)

Spielfilm: 2:0 (5.), 5:3 (10.), 6:5 (15.). 8:6 (20.), 11:6 (25.), 14:7 (30.), 15:7 (32.), 15:11 (35.), 15:13 (40.), 17:16 (45.), 17:19 (50.), 18:19 (55.), 19:19 (60.)


Fotos: Gert Richter




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