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ABTEILUNGEN  Handball  1.Frauenmannschaft
27/02/2011
Koweg bringt Punkt aus Bischofswerda mit.
VfB 1999 Bischofswerda 14 (11)
SV Koweg Görlitz 14 (7)

Da schaute manch einer ungläubig auf den Endstand und fragte sich, ob in der Partie der beiden Sachsenligisten VfB 1999 Bischofswerda und dem Gast SV Koweg Görlitz tatsächlich über zwei Halbzeiten gespielt wurde. Der Vergleich endete nach einem 14:14 mit einer Punkteteilung, mit der beide Team durchaus leben können.
Mit geringer Spieldecke und zu viel Respekt reisten die Neißestädterinnen zum Aufsteiger VfB 1999 Bischofswerda. Obwohl SV-Trainer Jörg Adam nur zwei Wechselalternativen zur Verfügung standen sah er sein Team noch ausreichend gut gerüstet, die Hinspielniederlage (23:25) wieder zu korrigieren. Doch zu ängstlich agierten die Gäste im ersten Durchgang. Die Angriffsbemühungen waren zu zaghaft und ohne jegliches Durchsetzungsvermögen. Demzufolge sahen sich die Blau-Gelben auch schnell einem Rückstand von sechs Toren ausgesetzt. Und als Kerstin Thun nach ihrer zweiten Zeitstrafe in der 25.Minute auch noch stark Rot-gefährdet war, reduzierte sich für Adam die Anzahl der möglichen Wechselalternativen auf nur noch eine Spielerin. „Die Abwehr war mit elf Gegentoren eigentlich noch ganz gut ertragbar, obwohl wir da auch nicht sonderlich gut gestanden haben“, so Adam weiter. Vor allem die Variante, mit Magdalena Rejfur auf der vorgezogenen Position zu spielen, könnte sich aus Sicht des SV-Coach als Langzeitlösung entpuppen. Durch ihr starkes Antizipieren hat sie in Bischofswerda bewiesen, dem Gegner den Spielaufbau wesentlich schwerer machen zu können. Durch diese Konstellation war der VfB-Angriff im zweiten Durchgang völlig gestört, auf lediglich drei Treffer, darunter dem etwas glücklichen 14:14-Ausgleich, kamen die Gastgeberinnen noch in der zweiten Halbzeit. So biss sich der Aufsteiger nicht nur an der neuen Defensive der Neißestädterinnen die Zähne aus, sondern auch an der sich steigernden Anke Thonke zwischen den Görlitzer Pfosten. Dass Koweg letztlich nicht mehr als das Remis herausschlagen konnte lag unter anderen auch daran, dass sechs der acht zugesprochenen Siebenmeter nicht mit auf die Habenseite einflossen. Vier Strafwürfe bekamen die Görlitzerinnen aufgrund eines angelasteten Fehlverhaltens bei der Ausführung aberkannt. Zum Ende hin hatten die Gäste noch drei Mal die Chance bekommen, sich auch noch den zweiten Punkt zu sichern. Doch auch da blieben die Gäste ihrer hohen Fehlwurfquote treu. Das mag Adam aber aufgrund der Umstände auch nicht überbewerten: „Im Normalfall nimmst du die Spielerin mal vom Feld und gönnst ihr eine Verschnaufpause. Heute war das nicht möglich. Und wenn Spielerinnen unter der Woche noch krank sind und am Wochenende dennoch 60 Minuten auf dem Parkett stehen, dann kann man ihnen keinen Vorwurf machen.“ Hinter diversen Problemen mag sich Adam auch nicht verstecken oder diese als Erklärung hinzuziehen, wenn es nicht ganz mit einem Erfolg klappt. „Normalerweise hätte es auch so reichen müssen. Es gab definitiv schon bessere Spiele von uns“, musste sich Adam nach dem Abpfiff eingestehen. Doch der Ärger über den vergebenen Sieg war für ihn nach fünf Minuten schon wieder verflogen. Das Hinspiel ging mit einer deutlich besseren Görlitzer Aufstellung verloren, dass es jetzt trotz arger personeller Engpässe fast für einen Sieg gereicht hätte sieht Adam positiv. „Es ist ein deutliches Zeichen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. Und genau das war unser Anliegen in dieser Saison“, so Adam. Sein Saisonziel, die Mannschaft aus den Niederrungen der Sachsenliga herauszuholen ist erst einmal erfüllt. Priorität für den Rest der Saison liegt auf dem Verbandsliga-Team, zu dem auch einige Spielerinnen aus Adams Truppe abgestellt wurde. Für den SV-Coach stellt dies aber keineswegs eine Bestrafung dar oder sollte als Zeichen gewertet werden, dass die entsprechend Spielerinnen nicht das Potential für die Sachsenliga hätten. Es dient den Damen vorwiegend zur persönlichen Entwicklung. Adam: „Einige Mädels bekommen jetzt wesentlich mehr Spielanteile und damit auch wesentlich mehr Verantwortung. Und es ist schön zu sehen, wie gut sie damit umgehen können.“

Koweg spielte mit: Thonke, Seidel (beide Tor), Loniewska (1), Witschel (2), Hähnel (3/1), Riediger (2), Thun, Gieseler (1), Kurtycz (5/1), Rejfur

Spielfilm: 0:1, 3:3, 9:3, 11:7, 12:12, 13:14, 14:14

Robert Eifler

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