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ABTEILUNGEN  Handball  1.Männermannschaft
25/01/2015
Koweg-Herren machen Sensation perfekt.
SV Koweg Görlitz : SV Plauen-Oberlosa 24:21 (9:9)

Im Leben eines Handballers gibt es Siege, die man nie vergessen wird. Der jüngste Erfolg des Sachsenligisten SV Koweg Görlitz ist so einer, denn er kommt einer Sensation gleich. Mit einer überragenden Leistung aller Akteure trotzten die Neißestädter dem bis dato souveränen Spitzenreiter SV Plauen-Oberlosa die ersten beiden Punkte in dieser Saison ab und krönen damit ihren fantastischen Jahresstart. Koweg gewann nach aufopferungsvollen 60 Handballminuten völlig verdient mit 24:21 (9:9).
Als die Schlusssirene das Sachsenliga-Spiel zwischen den Koweg-Herren und dem Spitzenreiter aus Plauen beendete herrschte längst grenzenloser Jubel in der Görlitzer Jahnsporthalle. Doch dass das Unmögliche plötzlich machbar schien wollte nicht jeder von Beginn an realisieren. „Ich glaube wir alle haben erst im Laufe der Zeit begriffen dass der Sieg möglich ist“, stimmte auch Koweg-Trainer Petr Masat in den allgemeinen Tenor ein. „Klar geht man immer mit der Absicht in ein Spiel es auch zu gewinnen. Aber bei dem was man über Plauen so gehört und gelesen hat war das heute überhaupt nicht absehbar“, fügt er an. Dafür spazieren die Spitzenstädter einfach mit einer überlegenen Souveränität, die ihres gleichen sucht, durch die Liga. Masat stellt aber auch überglücklich fest: „Ich habe heute das erste Mal genau das von meiner Mannschaft gesehen was ich eigentlich will.“ Und das heißt ganz klar: Abwehr. Die Defensive richtete sich gegen einen Kontrahenten, der im Schnitt pro Spiel 30 Treffer erzielt, wie ein Bollwerk auf und kassierte lediglich 21 Gegentore. Doch nicht nur die Abwehr machte dies möglich, auch ein Peer Purschke im blau-gelben Kasten wuchs über sich hinaus. Er allein vereitelte 18 Würfe der Gäste, davon zahlreiche von den Außenpositionen. Masat: „Wir haben jetzt gesehen dass wir zwei starke Torhüter haben. In den letzten beiden Spielen hat Micha überragend gehalten, heute war wieder Peer dran.“ Mit einer insgesamt kämpferischen Abwehrleistung holten sich die Görlitzer auch für die Offensive das nötige Selbstvertrauen. Angriffe wurden geduldig vorgetragen, konnten aber nicht immer erfolgreich abgeschlossen werden. Die Abwehr lies aber zu, dass man deshalb nicht unruhig werden musste. So hatten die Neißestädter weite Teile beider Habzeiten mehr vom Spiel. Einzig in den Phasen kurz vor, und kurz nach der Halbzeitpause konnte der Spitzenreiter etwas mehr glänzen. Dieser drehte nach einem 5:8-Rückstand die Partie nach dem Seitenwechsel zum ersten Führungstreffer (10:9), konnte seine Position aber nur kurz halten. In der 40. Spielminute sollte es die Gäste dann richtig hart treffen. Nach einer Abwehraktion gegen Fabrice Türkowsky verdrehte sich Christoph Märtner, der aktuell Führende der Liga-Torschützenliste, das Knie und musste ins Klinikum zur Erstuntersuchung einrücken. Märtner hatte war bis dahin dreimal aus dem gebundenen Spiel und viermal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. Ob dieser Umstand den Koweg-Herren in die Karten gespielt hat mag Masat aber nicht einzuschätzen. Oftmals sei es dann ja so, dass die Mannschaft zu noch mehr Kampf bereit ist. Die Gäste sollten dazu aber nicht in der Lage sein, wie ihr Coach nach dem Spiel zugab. „Es hat heute von Anfang an nicht gestimmt in meiner Mannschaft. Wir haben einen Dämpfer zur richtigen Zeit bekommen“, gab Jörg Grüner zu Protokoll und gratulierte den Görlitzer Verantwortlichen zu einem verdienten Sieg. Denn nach der letzten Plauener Führung (13:14) übernahmen die Gastgeber wieder die Regie und erkämpften sich einen Vorsprung von fünf Toren (24:19) zwei Minuten vor dem Ende – auch wenn der Spitzenreiter den Neißestädtern durch eine offensivere Deckung eine hohe Laufbereitschaft abverlangten. Masat: „Die Mannschaft hat das alles super gelöst. Es war von allen eine Top-Leistung.“ Nach drei Siegen zum Jahresauftakt könnte es einen goldenen Januar für die Koweg-Herren geben, wenn sie am kommenden Wochenende auch noch auswärts bei der zweiten Vertretung der SG LVB Leipzig erfolgreich bestehen. Wer hätte das bei dem Programm zum Jahresauftakt noch gedacht. „Das hätte auch ganz anders aussehen können. Wir haben uns jetzt richtig viel Selbstvertrauen für das Spiel in Leipzig geholt“, sagt Masat. Möglich macht dies unter anderem ein Sieg für die blau-gelben Geschichtsbücher.

Koweg: Purschke, Hollain – Michel (6), Vogt (1), Rechner, Galach (7/2), Gähler, Brendler (2), Wosniczka (5), Türkowsky (1/1), Kvasnička (), Šulz, Kosmalla (2)

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:1 (5.), 3:1 (10.), 4:3 (15.), 7:5 (20.), 8:5 (25.), 9:9 (30.), 10:10 (35.), 13:14 (40.), 16:15 (45.), 19:16 (50.), 21:18 (55.), 24:21 (60.).

Robert Eifler


Fotos: Gert Richter




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