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ABTEILUNGEN  Handball  1.Männermannschaft
23/11/2014
Koweg-Herren bieten schlechteste Saisonleistung an.
SV Koweg Görlitz : NHV Concordia Delitzsch 2010 23:33 (10:18)

Sieben Tage zuvor betrieben die Sachsenliga-Handballer des SV Koweg Görlitz gegen den Oberliga-Absteiger LHV Hoyerswerda noch Werbung für ihre Sportart. Nicht wenige hatten für das tabellarische Nachbarschaftsduell mit dem NHV Concordia Delitzsch in der Görlitzer Jahnsporthalle Gleiches erwartet. Doch die Zuschauer wurden schwer enttäuscht. Nach einer katastrophalen Leistung steckten die Neißestädter mit einem 23:33 (10:18) ihre höchste Saisonniederlage ein. Die Möglichkeit für eine Revanche lässt allerdings nicht lange auf sich warten.
Als die Sachsenliga-Partie zwischen Koweg Görlitz und Concordia Delitzsch gerade einmal 15 Minuten alt war blickten die ersten schon ungläubig drein. Zur Halbzeit sah man beim überwiegenden Teil der Zuschauer nur noch Kopfschütteln. „Was ist denn heute los“, fragten sich viele. Kaum einer fand eine Antwort. Es war auf jeden Fall nicht die Mannschaft, die in der Vorwoche noch gegen den LHV Hoyerswerda – zumindest 45 Minuten lang – für Furore sorgte. Auch die Gesichter der Spieler sprachen Bände, als diese zur Traineransprache in die Kabine gingen. „Ich glaube wir hätten heute mehrere Stunden spielen können und wären nicht besser geworden“, sagt Coach Petr Masat nach dem Spiel. Irgendwie schienen seine Jungs den berühmt berüchtigten „falschen Tag“ angedreht bekommen zu haben. Da war nichts mehr da vom Spiel der Vorwoche – Ineffektivität in den Angriffsbemühungen, Harmlosigkeit in der Abwehr. Dass der Gastgeber in der 48. Minute seine erste Zeitstrafe kassierte zeugt von wenig Aggressivität der Hintermannschaft. Eine weitere sollte bis zum Abpfiff noch hinzukommen. Masat: „Ich will keinen unfairen Handball, aber wir waren heute absolut nicht bereit hinten zuzupacken.“ Offensiv ging ebenso wenig. Mehr als 30 erfolglose Anläufe auf den gegnerischen Kasten ließen am Ende eben nur 23 Tore zu. Viel zu wenig, wenn man ein Spitzenteam wie Delitzsch in die Schranken weisen will. Dass diese erstmals in der Grenzstadt gewinnen konnten war für NHV-Trainer Michael Schneider schon überraschend – in dieser Höhe sogar fast schon unglaublich. Dafür reichte dem Tabellenfünften eine solide Leistung aus. Nach 20 Spielminuten hatten sich die Gäste bereits einen Vorsprung von sieben Toren erspielt, zur Halbzeit setzten sie noch eines oben drauf. Kurz nach der Pause führte Delitzsch sogar zweistellig (11:21) und brachte diese Führung bis zum Spielende durch. Zu keiner Zeit war es möglich, den Gast prüfen zu können, wenn der Unterschied nur noch zwei oder drei Tore betragen würde. Ernüchterung pur auf Seiten der Hausherren, unter denen kaum einer weilte, an dem man sich hätte aufrichten können. Einziger Lichtblick waren die beiden Außenspieler Sebastian Galach und Marco Brendler, die sicher agierten und zusammen insgesamt neunmal einnetzten. Ein Pfand, den Koweg zu wenig zum eigenen Vorteil nutzte. „Sonst hat heute keiner seine Leistung abrufen können. Ich glaube sogar in dieser Verfassung hätten wir heute gegen jeden in der Liga verloren“, so Masat, der trotz der Deutlichkeit der Niederlage die Partie erstaunlich ruhig am Spielfeldrand verfolgte. Bleibt nur die Frage offen, warum am 8. Spieltag nicht mehr drin war. Einen möglichen Grund bietet Masat an: „Vielleicht war das starke Spiel aus letzter Woche noch in unseren Köpfen und wir haben gedacht, dass das heute schon irgendwie genauso laufen wird.“ Einen derart drastischen Leistungsabfall konnte aber er sich nicht erklären. „Wir müssen dieses Spiel wahrscheinlich einfach abhaken und nach vorn schauen“, fügt Masat nach an. Schon am kommenden Wochenende kann sein Team die Scharte bei der HSG Neudorf/Döbeln wieder auswetzen und zeigen, dass es wesentlich besser geht. In Vorbereitung auf das Derby gegen Cunewalde eine Woche später wäre ein Erfolg nach nunmehr vier sieglosen Spielen eine gute Aufbaumaßnahme für Görlitz. Auf die Chance, dass es gegen Delitzsch auch anders gehen könnte, bekommen die Neißestädter nicht erst in der Rückrunde geboten. In drei Wochen kommt der NHV erneut nach Görlitz – zum Halbfinale des Sachsenpokals.

Koweg: Purschke, Hollain – Michel (4), Vogt (4/1), Rechner, Galach (5), Gähler, Brendler (4), Wosniczka, Türkowsky (5/3), Kvasnička (1), Šulz, Kosmalla

Spielfilm: 1:3 (5.), 3:4 (10.), 5:8 (15.), 5:12 (20.), 8:14 (25.), 10:18 (30.), 11:21 (35.), 13:23 (40.), 15:24 (45.), 19:26 (50.), 20:30 (55.), 23:33 (60.).

Robert Eifler


Bilder: Gert Richter



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