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ABTEILUNGEN  Handball
03/04/2013
Zu Ostern ruft die Goldene Stadt.
Nichts mit Ruhe und Entspannung an den Ostertagen. Ein Großteil der Nachwuchsabteilung des SV Koweg Görlitz machte sich auch in diesem Jahr auf zum Prager Handballcup. 400 Kinder- und Jugendmannschaften aus vielen Teilen der Welt reisen in die Goldene Stadt, um ihre Kräfte zu messen, einander und Land und Stadt kennen zu lernen. Die Neißestädter gehören quasi zum Inventar, nahm Koweg bisher an allen 22 Turnieren teil.

A-Jugend ml.

Koweg-Trainer Matthias Wolf startete mit seinem Team zum dritten Mal, diesmal in der A-Jugend. Allerdings fand sich in seinem 12-köpfigen Aufgebot kein einziger Spieler des älteren Jahrgangs. Vier unter ihnen gehören altersmäßig sogar noch zur B-Jugend. „Das spielt in diesem Altersbereich schon eine beträchtliche Rolle“, sagt Wolf. So waren zwangsläufig körperliche Nachteile zu kompensieren. Der Kontrahent im Auftaktmatch am Karfreitag in der Sparta-Halle war Handball KP Brno (Tschechien). Hier entschied sich bereits das Schicksal der Görlitzer. Nach zwischenzeitlicher Führung unterlag das Wolf-Team 11:14. Brno war durchaus zu schlagen, Koweg aber fand nach dem ersten Rückstand einfach den Spielfaden nicht mehr. Noch am gleichen Tag folgten zwei weitere Spiele. Zuerst bezwangen die Neißestädter mit eher mäßiger Leistung den deutschen Vertreter MTV Stadeln mit 22:12. In der Abendspartie gegen den großen Favoriten Jersie HK aus Dänemark bot das Wolf-Team wiederum einen begeisternden Kampf, war lange an einer Überraschung dran. Am Ende setzten sich aber die Skandinavier, die dann auch Gruppensieger wurden, mit 23:18 durch.
Tag darauf, in anderer Halle, gelang es den Görlitzern, den Schwung vom Vorabend mit zu nehmen. Dem Gastgeber Dukla Prag, eine extrem robuste Mannschaft, forderten sie erneut alles ab. Auch diese Begegnung blieb bis zum Ende völlig offen. Etwas mehr Cleverness gab wohl den Ausschlag für den 20:17-Erfolg der Moldaustädter. Der Höhepunkt war dann wohl anschließend das Duell mit den Italienern von ASD Pallamono Cologne. Spannung pur bot dabei allen Zuschauern der 17:16-Sieg der Ostsachsen. Wolf: „Das war die beste Leistung meiner Mannschaft seit langem.“ Die Azzuris konnten einem seiner Meinung nach Leid tun, verloren sie doch viermal ganz knapp und wurden am Ende nur Gruppenfünfter. Im Abschlussspiel des Tages bezwang Koweg die Belgier vom HC Schoten mit 15:9. Erneut spielten die Görlitzer stark auf, belegten am Ende Platz 4 in der Vorrunde und kamen in die sogenannte B-Runde. Dort werden im KO-System die Platzierungen des unteren Teilnehmerfeldes ausgespielt. Zuerst trafen die Neißestädter auf die slowakische Mannschaft von MHaK Martin, gegen die man im ersten Durchgang keinen Gegentreffer hinnehmen musste (9:0). Ähnlich souverän gestalteten die Blau-Gelben auch die zweite Halbzeit und gewannen 21:2. Der Rivale im Spiel um den Einzug in das B-Halbfinale hieß dann am späten Abend DTJ Polanka, ein tschechisches Team. Auch hier entwickelte sich eine dramatische Partie, bei der die Führung mehrmals wechselte. Koweg hatte allerdings mit der sehr harten Gangart des Gegners, die internationalen Maßstäben entsprach, gewisse Probleme. Dennoch erzielte Tom Baugstatt zwei Sekunden vor Schluss den vermeintlichen Ausgleich. Allerdings wurde ein Übertreten in den Torwartkreis angezeigt, was eine knappe 14:15-Niederlage und damit das Ausscheiden der Görlitzer besiegelte. Wolf aber war mit seinem Team sehr zufrieden. „Ich hoffe dass es meinen Jungs gelingt den Schwung dieses Turniers in die restlichen Partien der Ostsachsen-Liga zu übertragen“, so Wolf. Er fügt weiter an, dass Prag 2013 erneut ein großartiges Erlebnis war und Spiele dieser Qualität sein Teams noch mehr bräuchte.

Koweg: Hollain, Jacobi – Köhler (11), Walter (12), Tim Baugstatt (44/8), Tom Baugstatt (25), Mühlan (19/2), Fischer (8/1), Wittig (2), Neumann (10), Grätz (3), Münzberg (1).


C-Jugend ml.

Für die C-Jugend-Handballer reichte es ebenfalls „nur“ zur B-Runde. Und dort war nach einer 15:17-Niederlage gegen WAT Atzgersdorf aus Österreich gleich im ersten Spiel Schluss. „Wir wollten in dieser B-Runde so weit wie möglich kommen. Doch leider entwickelte sich das zur Katastrophe“, sagte Trainer René Palme. Schon in die Erwärmung ließ nichts Gutes erahnen. Palme kam es vor, als ob der Sandmann seinen Schlafsand verstreut hätte. Und diese Haltung nahmen die Görlitzer auch mit in das Spiel. Zumindest im Abwehrbereich, denn da standen die Blau-Gelben einfach nur schlecht. In den Offensivbemühungen zeigten sie hingegen Überblick und sehenswerte Treffer. Doch weil sich die Defensive nicht wesentlich besserte hatten die Österreicher mehr Vorteile auf ihrer Seite und setzten sich zum Achtelfinale durch. In der Vorrunde gab es für die Görlitzer drei Niederlagen und zwei Siege. Wobei für Palme zwei Misserfolge überhaupt nicht nötig gewesen waren. Für das Auftaktspiel gegen den tschechischen Vertreter Sokol Nové Veseli war ebenfalls die Erwärmung alles andere als professionell. Eine durchwachsene Abwehrleistung und viele verworfenen Bälle aufs gegnerische Tor
bescherten schließlich eine 14:17-Niederlage. Besser erwärmt, gut gespielt und dennoch verloren – so beschreibt Palme das zweite Spiel. In der Defensive wechselte er zwischen einem 3-2-1-System und einer etwas kompakteren 5-1-Variante, mit denen Viby IF aus Dänemark herausgefordert werden sollte. „Wir spielten teilweise besser als der Gegner“, sagte der Koweg-Trainer. Doch mehr als ein 10:15 war auch hier nicht drin für sein Team. Im Anschluss schlug die Stunde der Neißestädter. Mit Frust aus den voran gegangenen Niederlagen spielten sie wesentlich selbstbewusster und gewannen sowohl gegen Slavia Uh. Hradiste aus Tschechien (20:13) als auch gegen den slowakischen Vertreter
HC Sporta Hlohovec (13:7). Im Gruppenabschlussspiel allerdings riss die Siegessträhne wieder ab. Obwohl Palme die Partie als bestes Spiel seiner Mannschaft bezeichnete. Durch viel Laufarbeit und gute Spielzüge sowie starke Abwehrleistungen hielten seine Jungs die Partie gegen Polva Käsipalliklubi aus Estland lange ausgeglichen, mussten sich am Ende aber mit 14:17 geschlagen geben. Der Rest ist bekannt. Palme: „Prag war dennoch wie immer ein tolles Erlebnis. Wir werden nächstes Jahr wiederkommen um es besser zu machen.“


D-Jugend ml.

Gänzlich ohne einen einzigen Punkt kehrten die D-Junioren am Ostermontag wieder zurück in die Heimat. Alle sechs Gruppenspiele (HC Zubri I (8:22), HBC Strakovince 1921 (8:19), Sport School Tushino (16:21), RK Porec (15:20), WinLand Michaovce (8:16) und HC Dukla Praha II (6:23)) gingen verloren. Im ersten Spiel der B-Runde schieden die Neißestädter nach einem 8:16 gegen STM Olomouc aus der Tschechien aus. „Wir hatten gute und schlechte Spiele in diesem Turnier. Wir müssen jetzt viel trainieren um den Mannschaftsgeist wieder ins Leben zu rufen“, sagte Koweg-Trainer Dietmar Galle. Wobei auch er neidlos anerkennen musste, dass vier Spiele am Karfreitag von seinem Team Höchstleistung abforderte und sich die Jungs trotz der Niederlagenserie tapfer schlugen.


A-Jugend wbl.

Die Erwartungen, die sich die A-Juniorinnen für die diesjährige Turnierteilnahme gestellt hatten, erhielten gleich vor dem Beginn einen herben Dämpfer. Die Geschwister Juliane und Josephine Tschuck mussten mit Magen- Darm- Infekt in der Unterkunft bleiben. Damit fehlten zwei wichtige Stammspielerinnen, sodass vor dem „harten Freitag“ mit fünf Spielen der Kader auf sechs Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen beschränkt war. Chancenlos waren die Blau-Gelben dennoch nicht. Aber dafür reicht es eben nicht aus, immer nur eine Halbzeit gut aufzuspielen. So gingen die ersten vier Vergleiche verloren, wobei gegen das spielstarke französische Team aus Nimes phasenweise auch eine gute spielerische Leistung gelang (gegen Astra Praha (CZ) 10:16, Sokol Poruba (CZ) 8:14, Pole Espoir Nimes (FR) 7:22 und gegen Sokol Pisek (CZ) 8:14). Im abschließenden Spiel gegen die Dänen aus Nøvling wurde noch einmal alles gegeben, das Spiel bis zum 13:13 offen gehalten. Doch schließlich reichten auch neun Tore von Anne Neumann nicht zum Sieg, und zu viele einfache Abwehrfehler kosteten den Punktgewinn. „Unübersehbar waren auch athletische und konditionelle Probleme einiger Spielerinnen“, befand Koweg-Trainer Uwe Günther. Nachdem sich am zweiten Tag nach wenigen Minuten im Spiel gegen Kopenhagen auch noch Theresa Zymek wegen Übelkeit auswechseln ließ, mussten die verblieben sechs Akteurinnen – B-Jugend-Torhüterin Ramona Biela war längst zur Feldspielerin umfunktioniert – versuchen, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Das gelang gegen die starken Dänen kaum in einer Phase. Am Ende hagelte es eine herbe 4:23-Klatsche ohne ein eigenes Tor in der zweiten Halbzeit. Nicht das Ergebnis, sondern das Auftreten des Teams veranlasste Günther, kurzerhand eine Ansprache über Teamgeist und Einsatzbereitschaft zu führen. Gegen Slavia Sered' zeigten die Neißestädterinnen dann urplötzlich ein ganz anderes Gesicht. Viel Kampfbereitschaft, mehr Biss in den Zweikämpfen und jetzt auch endlich mit Isabell Schulze und Carmen Noske mehr Torgefahr von den Außenpositionen. Josephine Tschuck meldete sich trotz anhaltender Beschwerden spielbereit und konnte so für Stabilität in der Abwehr und in der Spieleröffnung sorgen. Matchwinner waren aber diesmal Julia Ozimkowska mit sieben Treffern und Janine Haasler mit einer wie im ganzen Turnierverlauf starken Leistung im Tor. Mit dem 17:14- Sieg hatte der zweite Turniertag für Görlitzer A-Juniorinnen einen versöhnlichen Ausklang. Das fand aber am Sonntag keine Fortsetzung: mit einem farblosen Achtelfinal-Auftritt gegen Kobylisy (5:13) verabschiedete sich Koweg bereits am frühen Morgen aus der B- Runde, die man im Vorjahr noch gewonnen hatte.


C-Jugend wbl.

Die C-Juniorinnen haben dagegen die in sie gesteckten Erwartungen übererfüllt. Drei Siege (24:9 gegen Växjö HF (Schweden), 25:16 gegen SHK D-P Pardubice (Tschechien) und 16:14 gegen FIF Handbold II), ein Unentschieden (12:12 gegen ZRK Celje (Slowenien)) und eine Niederlage (7:18 gegen HIK Handbold I) beschwerten den Görlitzerinnen den 2.Platz in der Vorrunde. Besonders die offensive und schnelle Spielweise der Neißestädterinnen sollte sich auszahlen. Das Unentschieden gegen ZRK Celje hätte sogar noch vermieden werden könne, da das von Kathrin Täschner betreute Team zwischenzeitlich sogar mit vier Toren in Führung lag. Die einzige Vorrundenniederlage bewertete die Mannschaft keineswegs über, schließlich wurde HIK Handbold I späterer Turniersieger. Dabei verloren die Neißestädterinnen gerade einmal mit einem Tor mehr als der Finalteilnehmer Haje Prag. Im letzten Vorrundenspiel war bei den Blau-Gelben schon ein gewisser Kräfteverschleiß zu spüren, kam dennoch zu einem knappen Sieg. In der Zwischenrunde mussten sich die Görlitzerinnen dann gegen die beiden slowakischen Teilnehmer Iuventa Michalovce und HK Piccard Senec beweisen. Gegen Staffelsieger Michalovce boten die Neißestädterinnen dank einer aggressiven Abwehr und einem schnellem Umkehrspiel die wohl beste Turnierleistung, verloren dennoch 14:16. Da sich nur der erste der Zwischenrunde für die KO-Runde um den Turniersieg qualifiziert war das Ausscheiden der Neißestädterinnen schon vor dem Spiel gegen Senec besiegelt. Die Koweg-Trainer gab allen Spielerinnen noch einmal die Möglichkeit, sich zu zeigen. Koweg setzte sich zum Abschluss noch einmal siegreich durch (17:15). „Alle Spielerinnen konnten dieses Turnier nutzen und etwas auf sportlicher Ebene hinzuzulernen“, sagte Täschner. Als beste Spielerinnen in seinem Team kürte er Julia Freund, Paula Zücker und Maren Kühn. Aber auch die noch D-Jugend-Torhüterin Kira Barth bot trotz einiger körperlicher Nachteile eine recht ansprechende Leistung zwischen den Pfosten.


D-Jugend wbl.

Die D-Juniorinnen brachten sich hingegen selbst um ein besseres Abschneiden. Zwei der drei Niederlagen (8:15 gegen Strojar Malacky (Slowakei), 17:20 gegen Liburnija Matulji (Kroatien) und 6:11 gegen Sokol Vrsovice (Tschechien)) wären aus Sicht des Trainerduos Silke Preuß und Tom Täschner vermeidbar gewesen. Somit blieb es bei zwei Vorrundenerfolge, wobei mit dem 37:7 gegen Ajax KopenhagenII (Dänemark) das beste Ergebnis der gesamten Staffel erzielt wurde. 21:15 endete die Partie gegen den tschechischen Vertreter HK Veseli nad Moravou. Mit Platz 4 in der Vorrunde zogen die Görlitzerinnen in die B-Runde ein, wo zunächst ein deutlicher Sieg gegen das slowakische Team SK Talent - ETO Györ II (24:13) eingefahren werden konnte. Im Achtelfinale war allerdings Endstation. Koweg unterlag gegen Freja Hk aus Dänemark mit 7:9.

Robert Eifler





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  Kalender

 

21/09/2019 - 14:00 Uhr
Handball - B-Jugend weiblich
HC Großenhain - Rödertal-Sporthalle

 

21/09/2019 - 15:00 Uhr
Handball - B-Jugend männlich
NSG ZHC / Werdau - SH Rauschwalde

 

21/09/2019 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Männermannschaft
LHV Hoyerswerda - Sporthalle BSZ "Konrad Zuse"

 

21/09/2019 - 18:00 Uhr
Handball - 2.Männermannschaft
NSV G/W Görlitz - Jahnsporthalle

 

22/09/2019 - 11:00 Uhr
Handball - E-Jugend männlich
SSV Stahl Rietschen - Sporthalle Schleife

 

22/09/2019 - 12:00 Uhr
Handball - E-Jugend männlich
SV Lok Schleife - Sporthalle Schleife

 

22/09/2019 - 13:30 Uhr
Handball - 2.Frauenmannschaft
HC Rödertal 3. - SH am Schulzentrum Großröhrsdorf

 

22/09/2019 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Frauenmannschaft
SV Aufbau Altenburg - Jahnsporthalle

 

28/09/2019 - 11:00 Uhr
Handball - B-Jugend männlich
NSG TSV /SV04 / HCE - SH "Anne Frank", Plauen

 

28/09/2019 - 14:30 Uhr
Handball - B-Jugend weiblich
HC Leipzig - SH Rauschwalde

 

28/09/2019 - 15:00 Uhr
Handball - 2.Männermannschaft
LHV Hoyerswerda 2. - SH Rauschwalde

 

28/09/2019 - 17:00 Uhr
Handball - 2.Frauenmannschaft
SF 01 Dresden - SH Rauschwalde

 

29/09/2019 - 16:00 Uhr
Handball - 1.Frauenmannschaft
SG Apolda/Großschwabhausen - Sporthalle Apolda

 

29/09/2019 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Männermannschaft
Zwönitzer HSV - Jahnsporthalle

 

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